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AMLR Article Explorer · Art. 28 AMLR · RTS on CDD Information

Art. 28 AMLR – Regulatory technical standards on the information necessary for the performance of customer due diligence

Die RTS-Norm der AMLR für harmonisierte CDD-Informationen, SDD-/EDD-Maßnahmen, eID, Verifizierungsquellen und E-Money-Risikofaktoren.
Art. 28 der Verordnung (EU) 2024/1624 verpflichtet AMLA, bis zum 10. Juli 2026 Entwürfe regulatorischer technischer Standards zur Customer Due Diligence zu entwickeln und der Kommission zur Annahme vorzulegen.

Diese RTS sollen konkretisieren, welche Informationen Verpflichtete für Standard, Simplified und Enhanced Due Diligence erheben müssen, welche vereinfachten Maßnahmen in niedrigeren Risikosituationen zulässig sind, welche Risikofaktoren bei E-Money-Ausnahmen zu berücksichtigen sind, welche zuverlässigen und unabhängigen Quellen für die Verifizierung genutzt werden können und welche Attribute elektronische Identifizierungsmittel sowie qualifizierte Vertrauensdienste aufweisen müssen.

Für das EU AML/CTF & Sanctions Target Operating Model ist Art. 28 die technische Standardisierungsnorm des CDD-Clusters. Sie verbindet KYC-Datenmodell, Informationsanforderungen, Verifizierungsquellen, eID/eTrust, SDD, EDD, E-Money-Produkte, Technologieoffenheit und AMLA-Change-Readiness.
Executive Overview

Art. 28 macht CDD künftig technisch harmonisiert und datengetrieben.

Die Vorschrift schafft den Mandatsrahmen für AMLA-RTS, die festlegen sollen, welche CDD-Informationen mindestens erforderlich sind und wie Standard, vereinfachte und verstärkte Kundensorgfalt technisch und risikobasiert zu operationalisieren sind.

Deadline

10.07.2026

AMLA muss bis zu diesem Datum RTS-Entwürfe zur CDD-Informationsbasis vorlegen.

CDD Data

Informationsanforderungen

Die RTS konkretisieren Informationen für Standard, SDD und EDD.

Verification

Quellen & eID

Zuverlässige Quellen, eID-Mittel und qualifizierte Vertrauensdienste werden standardisiert.

Dynamic RTS

Regelmäßige Überprüfung

AMLA muss die RTS regelmäßig überprüfen und bei Innovationen oder Technologieentwicklungen aktualisieren.

CDD RTS Architecture

Die regulatorische Logik von Art. 28 AMLR.

Art. 28 folgt einer Standardisierungslogik: Die AMLR definiert die CDD-Pflichten, Art. 28 überführt sie in technische Standards für konkrete Informationsanforderungen, risikobasierte Maßnahmen, zulässige Verifizierungsquellen und digitale Identitätsverfahren.

1. CDD DataMindestinformationen für Standard, SDD und EDD bestimmen.
2. SDD MeasuresVereinfachte Maßnahmen in niedrigeren Risikosituationen konkretisieren.
3. E-Money RiskRisikofaktoren für E-Money-Ausnahmen festlegen.
4. Verification SourcesZuverlässige und unabhängige Quellen standardisieren.
5. Digital IdentityAttribute für eID und qualifizierte Vertrauensdienste definieren.
Requirements Map

Die Mindestlogik eines Art.-28-konformen RTS-Readiness-Frameworks.

Art. 28 enthält kein unmittelbar vollständiges Datenmodell, sondern das Mandat zur technischen Konkretisierung. Verpflichtete sollten ihre CDD-Architektur deshalb schon heute so aufbauen, dass sie RTS-fähig, versionierbar und updatefähig ist.

Baustein nach Art. 28 AMLR Regulatorischer Inhalt Operative Bedeutung TOM-/House-Bezug Nachweisfokus
AMLA-RTS-Mandat AMLA entwickelt bis 10.07.2026 RTS-Entwürfe und legt sie der Kommission zur Annahme vor. CDD-Anforderungen werden künftig technisch stärker harmonisiert. Regulatory Change · AMLA Readiness RTS Monitoring, Impact Assessment, Change Log.
Art.-20-Anforderungen Die RTS konkretisieren Anforderungen nach Art. 20 und Informationen für CDD. Art.-20-Maßnahmen werden in konkrete Datenpunkte und Nachweise übersetzt. CDD · KYC Data Model Data Dictionary, CDD Field Mapping, Evidence Requirements.
Standard, SDD und EDD RTS spezifizieren Informationen für Standard, vereinfachte und verstärkte Kundensorgfalt nach Art. 22, 25, 33(1) und 34(4). CDD-Informationsumfang muss nach Risikostufe differenzierbar sein. Risk-Based CDD · SDD / EDD Risk Tier Mapping, Information Scope, SDD-/EDD-Rationale.
Mindestanforderungen bei niedrigem Risiko Die RTS enthalten Mindestanforderungen auch für niedrigere Risikosituationen. SDD bedeutet reduzierte Maßnahmen, aber keine CDD-Freiheit. Simplified Due Diligence · Minimum Controls Minimum Data Set, SDD Controls, QA Evidence.
Art der SDD-Maßnahmen RTS legen fest, welche vereinfachten Maßnahmen in niedrigeren Risikosituationen angewandt werden dürfen, einschließlich spezifischer Kategorien von Verpflichteten, Produkten oder Dienstleistungen. SDD wird produkt-, sektor- und risikobezogen konkretisiert. Product Risk · SDD Governance Product Mapping, Sector Mapping, SDD Eligibility Evidence.
E-Money-Risikofaktoren RTS definieren Risikofaktoren im Zusammenhang mit Eigenschaften elektronischer Geldinstrumente für die Aufsicht bei Art.-19(7)-Ausnahmen. E-Money-Ausnahmen brauchen produktbezogene Risikobewertung. E-Money · Product Risk · Exemption Governance E-Money Feature Assessment, Exemption Rationale, Monitoring Evidence.
Zuverlässige und unabhängige Quellen RTS bestimmen Quellen, die zur Verifizierung von Identifikationsdaten natürlicher oder juristischer Personen nach Art. 22(6) und (7) genutzt werden können. Quellenkatalog und Source-Reliability-Framework werden erforderlich. Verification Sources · Data Governance Source Catalogue, Source Rating, Verification Evidence.
eID und qualifizierte Vertrauensdienste RTS legen Attribute fest, die elektronische Identifizierungsmittel und qualifizierte Vertrauensdienste aufweisen müssen, um Art. 20(1)(a) und (b) zu erfüllen. Digitale KYC-Verfahren müssen attributbasiert prüfbar sein. Digital KYC · eID · Remote Onboarding eID Attribute Mapping, Trust Service Evidence, Authentication Logs.
Kriterienbasis der RTS RTS-Anforderungen zu Informationen und SDD-Maßnahmen basieren auf inhärentem Risiko der Dienstleistung, Kundenrisiken, Art/Betrag/Wiederkehr der Transaktion und Kanälen der Beziehung oder Transaktion. Das CDD-Datenmodell muss risiko-, kunden-, transaktions- und kanalbezogen steuerbar sein. Risk-Based Approach · CDD Calibration Risk Criteria Mapping, Channel Risk, Transaction Pattern Evidence.
Regelmäßige Überprüfung AMLA überprüft die RTS regelmäßig und aktualisiert sie bei Bedarf, insbesondere wegen Innovation und technologischer Entwicklungen. CDD-Framework muss dynamisch updatefähig bleiben. Regulatory Change · Technology Readiness Regulatory Watch, Versioning, System Change Evidence.
Delegierte Annahme durch Kommission Die Kommission erhält die Befugnis, die RTS gemäß Art. 49 bis 52 der Verordnung (EU) 2024/1620 anzunehmen. Aus AMLA-Entwürfen werden verbindliche technische Standards nach Kommissionsannahme. Legal Implementation · Regulatory Timeline Adoption Tracking, Implementation Plan, Compliance Date.
CDD Data Standardisation Layer

Art. 28 ist der Übergang von rechtlicher CDD-Pflicht zu technischem CDD-Datenmodell.

Die praktische Wirkung von Art. 28 liegt darin, dass CDD nicht nur als Prozess, sondern als harmonisierter Informations- und Nachweisstandard gedacht wird. Verpflichtete benötigen daher ein Datenmodell, das Standard CDD, Simplified Due Diligence, Enhanced Due Diligence, Verifizierungsquellen, eID-Attribute und Produkt-/Kanalrisiken strukturiert abbilden kann.

  • Standard CDD: Mindestinformationen für reguläre Kundensorgfalt.
  • SDD: reduzierte, aber weiterhin kontrollierte Informations- und Prüfpflichten.
  • EDD: erweiterte Informations- und Nachweisanforderungen bei erhöhtem Risiko.
  • eID / Trust Services: digitale Identitätsattribute als Teil des KYC-Evidence-Modells.
  • Technology readiness: regelmäßige RTS-Updates wegen Innovation und technologischer Entwicklung.
TOM Mapping

Welche TOM-Ebenen Art. 28 AMLR beeinflusst.

Art. 28 wirkt auf CDD-Datenmodell, SDD-/EDD-Logik, Verifizierungsquellen, eID, E-Money-Ausnahmen, Produkt- und Kanalrisiken, Systemarchitektur und Regulatory Change.

Kundensorgfaltspflichten (CDD)

  • CDD Minimum Data Set
  • Standard CDD
  • SDD Information Scope
  • EDD Information Scope
  • CDD Evidence Pack

Daten- & Nachweis-Governance

  • Data Dictionary
  • Source Catalogue
  • Field Versioning
  • Evidence Rules
  • Audit Trail

Digital KYC & eID

  • eID Attributes
  • Qualified Trust Services
  • Remote Onboarding
  • Identity Assurance
  • Technology Neutrality

Risikoanalyse & Risikosteuerung

  • Customer Risk
  • Service Risk
  • Transaction Risk
  • Channel Risk
  • Risk-Based Calibration

Product & Sector Governance

  • E-Money Instruments
  • Product Features
  • SDD Eligibility
  • Service Categories
  • Exemption Monitoring

Regulatory Change

  • AMLA RTS Monitoring
  • Commission Adoption
  • Impact Assessment
  • System Updates
  • Policy Updates
Controls & Evidence

Welche Nachweise Art. 28 AMLR erzeugt.

Art. 28 ist prüfungsrelevant, weil Verpflichtete nachweisen müssen, dass ihre CDD-Informationsarchitektur auf die kommenden RTS vorbereitet ist und spätere technische Vorgaben kontrolliert in Prozesse, Systeme und Datenmodelle überführt werden.

Nachweisbereich Typische Evidenz Prüfungsfrage
RTS Monitoring EvidenceRegulatory Watch, AMLA-RTS-Tracking, Kommissionsannahme, Umsetzungsplan.Wird das Art.-28-RTS-Mandat aktiv überwacht?
CDD Data Model EvidenceData Dictionary, KYC-Felder, Pflichtfelder je Risikostufe, Evidence Rules.Kann das KYC-System RTS-konforme Informationsanforderungen abbilden?
SDD / EDD EvidenceRisk Tier Mapping, SDD-Eligibility, EDD-Trigger, differenzierte Informationsanforderungen.Sind Standard, SDD und EDD daten- und kontrollseitig unterscheidbar?
Source Reliability EvidenceQuellenkatalog, Quellenbewertung, unabhängige Quellen, Registerquellen, Review.Sind Verifizierungsquellen zuverlässig, unabhängig und dokumentiert?
eID EvidenceeID-Attribute, Assurance Level, qualifizierte Vertrauensdienste, technische Protokolle.Erfüllen digitale Identifizierungsverfahren die relevanten Attributanforderungen?
E-Money Exemption EvidenceProduktmerkmale, Risikofaktoren, Aufsichtsbewertung, Monitoring, Exemption Controls.Sind E-Money-Ausnahmen risikobasiert begründet und kontrolliert?
Risk Criteria EvidenceService Risk, Customer Risk, Transaction Amount/Recurrence, Channel Risk.Beruht die CDD-Informationslogik auf den Art.-28(2)-Kriterien?
Technology Update EvidenceChange Requests, System Releases, Policy-Versionen, Training Updates, QA.Kann das Framework Innovation und RTS-Updates kontrolliert aufnehmen?
Implementation Blueprint

Wie Art. 28 AMLR praktisch umgesetzt wird.

Die Umsetzung sollte als CDD RTS Readiness Framework erfolgen — mit regulatorischem Monitoring, KYC-Datenmodell, Source Catalogue, eID-Attributmapping, SDD-/EDD-Logik, E-Money-Risikobewertung und systematischem Change Management.

1. RTS-Monitoring einrichtenAMLA-Entwürfe, Konsultationen, Kommissionsannahme und finale RTS strukturiert überwachen.
2. KYC-Datenmodell RTS-fähig machenCDD-Felder, Pflichtinformationen, Risikostufen, Nachweise und Versionierung in einem Data Dictionary abbilden.
3. SDD-/EDD-Logik differenzierenStandard, vereinfachte und verstärkte Kundensorgfalt mit unterschiedlichen Informations- und Kontrollanforderungen aussteuern.
4. Quellenkatalog erstellenZuverlässige und unabhängige Quellen für natürliche und juristische Personen klassifizieren, bewerten und dokumentieren.
5. eID- und Trust-Service-Mapping aufbauenElektronische Identifizierungsmittel und qualifizierte Vertrauensdienste anhand erforderlicher Attribute prüfen und in Remote-Onboarding-Prozesse integrieren.
6. E-Money-Ausnahmen vorbereitenProduktmerkmale, Risikofaktoren, Monitoring und Kontrollmechanismen für mögliche Art.-19(7)-Ausnahmen dokumentieren.
7. Change- und Release-Prozess etablierenRTS-Änderungen in Policies, Systeme, Datenmodelle, Schulungen, Kontrollen und QA-Prozesse überführen.
Next Deep Dives

Nächste logische Artikel-Vertiefungen.

Art. 28 schließt den CDD-Grundlagenblock ab und leitet in die Drittstaaten- und Enhanced-Due-Diligence-Logik der AMLR über.

Third Countries

Art. 29 – Significant Strategic Deficiencies

Art. 29 eröffnet den Drittstaatenblock mit erheblichen strategischen AML/CFT-Schwächen.

CDD Measures

Art. 20 – Customer Due Diligence Measures

Art. 20 enthält die CDD-Maßnahmen, die durch Art. 28 technisch konkretisiert werden.

Verification

Art. 22 – Identification & Verification

Art. 22 ist zentral für Quellen, eID und Verifizierung, die Art. 28 standardisieren wird.

Quellenbasis dieser Seite:

Verordnung (EU) 2024/1624 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 31. Mai 2024, insbesondere Art. 28 „Regulatory technical standards on the information necessary for the performance of customer due diligence“. Art. 28 verpflichtet AMLA, bis zum 10.07.2026 RTS-Entwürfe zu entwickeln; diese sollen Anforderungen nach Art. 20, Informationen für Standard-, Simplified- und Enhanced-Due-Diligence, vereinfachte Maßnahmen, E-Money-Risikofaktoren, zuverlässige und unabhängige Verifizierungsquellen sowie Attribute elektronischer Identifizierungsmittel und qualifizierter Vertrauensdienste konkretisieren. :contentReference[oaicite:0]{index=0}

Berücksichtigter Kontext: Art. 19 AMLR zu CDD-Auslösern und E-Money-Ausnahmen; Art. 20 AMLR zu Customer Due Diligence Measures; Art. 22 AMLR zu Identifizierung, Verifizierung, eID und zentralen Registern; Art. 25 AMLR zu Zweck und beabsichtigter Art; Art. 33 und 34 AMLR zu Simplified und Enhanced Due Diligence; Richtlinie (EU) 2024/1640, Art. 7 zur unionsweiten Risikoanalyse; Verordnung (EU) 2024/1620 zu AMLA und RTS-Adoption.

Diese Seite stellt eine fachliche Analyse-, Mapping- und Transformationsdarstellung dar. Sie ersetzt keinen amtlichen Rechtstext, keine Rechtsberatung und keine verbindliche Aufsichtsauslegung.
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